And then, a LIBRARY!

The German newspaper whose website could be better organised has a very good article about the Gurtel, Vienna’s other great boulevard, once described as the proletarian Ringstrasse. I never knew this, though:

Wobei auf dem Gürtel früher Linksverkehr herrschte, wie in England. Siegfried Tschmul, ein Wiener Jude, erinnert sich gut daran. Als er 1938, nachdem die deutschen Truppen in Wien einmarschiert waren, eines Morgens aus seinem Fenster hinunter auf den Währinger Gürtel sah, fuhren alle Autos plötzlich rechts, wie in Deutschland. Über Nacht war der gesamte Verkehr umgestellt worden, und niemand hatte ein Problem mit der neuen Ordnung. Da sei ihm klar geworden, dass er Wien verlassen musste. Mit seinen Eltern floh er aus Österreich.

They used to drive on the left? Who knew? And the image of everyone suddenly driving on the right, the morning after the Nazi seizure of power, is better than any novelist could have invented. I liked this, too:

Denn die Rotlichtszene, lange untrennbar mit dem Gürtel verbunden, verliert ihr Publikum, vor allem dort, wo der Gürtel so schick und quirlig geworden ist. Eine der Unterweltgrößen, in Wien “Strizzis” genannt, hat den Sittenverfall schon in einem Interview beklagt. Erst seien die Stadtbahnbögen ausgeräumt und Kulturzentren eingerichtet worden. Und dann hätten sie ihm auch noch “eine Bibliothek hingebaut”.

What did the porno boss find most offensive? The library, damn it.

One thought on “And then, a LIBRARY!